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Herkunft
Die Girgentana-Ziege ist eine alte Landziegenrasse in Sizilien.
Über ihre Herkunft gibt es zahlreiche unterschiedliche
Spekulationen. Aufgrund ihres "Korkenziehergehörns“
wird vermutet, daß an ihrer Entstehung die asiatische
Schraubenziege, auch Markhor genannt, beteiligt war. Ihren
Namen verdankt die Ziege ihrem Herkunftsgebiet, der Provinz
Agrigento.
Die Girgentana-Ziege bekam in den 70er Jahren zunehmend
Konkurrenz von Hochleistungsmilchrassen, so daß sie
entweder abgegeben oder durch Einkreuzung verdrängt wurde.
Dadurch stand sie Anfang der 90er Jahre kurz vor der Ausrottung.
Wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens hat sie aber zum
Glück einige Freunde, darunter einige Tiergärten,
gefunden.
Die Stiftung SAVE, die europäische Dachorganisation
zur Erhaltung alter Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten
mit Sitz in der Schweiz, versucht nun, die Zucht der letzten
200 Tiere zu koordinieren, damit den Bauern in Sizilien ihre
Ziege erhalten bleibt. Dem deutschen Bestand kommt dabei eine
große Bedeutung zu, da einige Ziegen von einer in Italien
ausgestorbenen Linie abstammen.
Verbreitung
Provinz Agrigento in Sizilien.
Eigenschaften
Die Girgentana-Ziege ist eine anspruchslose und widerstandsfähige
Rasse, die vornehmlich zur Milchgewinnung, aber auch zur Fleischerzeugung
gehalten wird. Eine Ziege liefert im Jahr ca. 400 Liter Milch,
welches eine enorme Leistung ist, wenn man berücksichtigt,
daß sie mit der sehr kargen Vegetation auskommen muß.
Spitzentiere können sogar die doppelte Menge Milch liefern.
Beschreibung
- Farbe: weiß oder weiß-braun
- Gehörn: 2 korkenzieherartig gedrehte Hörner.
Bock: bis 60 cm lang, Ziege: bis 40 cm lang
Maße und Gewichte
| Bock |
80 - 90 cm |
70 - 80 kg |
Quelle: Tierpark Kleve
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